Mitsubishi Mirage G4

Mitsubishi Mirage G4 gebraucht aus den USA importieren

Der Mirage G4 ist die Stufenheck-Variante des Mitsubishi Mirage und richtet sich an Kaeufer, die einen sparsamen, wartungsarmen Kleinwagen mit separatem Kofferraum suchen. In den USA lief er ab dem Modelljahr 2017 als guenstigste Limousine im Handel, was einen ueberdurchschnittlich jungen und pfleglich bewegten Gebrauchtbestand hinterlaesst. Als unabhaengiger Vermittler beschaffen wir ausschliesslich gebrauchte Fahrzeuge und begleiten den Weg vom US-Angebot bis zur deutschen Zulassung.

Mitsubishi mirage-g4 – Gebrauchtwagen aus den USA
Foto: Captainmorlypogi1959 · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Die Generationen im Überblick

Der Mirage kehrte 2012 als Weltauto zurueck, zunaechst als fuenftueriger Kleinwagen. Die Stufenheck-Ausfuehrung G4 (in vielen Maerkten als Attrage vermarktet) kam fuer Nordamerika zum Modelljahr 2017 dazu. 2017 erhielt die Baureihe ein Facelift mit ueberarbeiteter Front, neuem Armaturenbrett und zusaetzlichen Assistenzsystemen. Ein zweites, dezentes Facelift folgte 2021 mit modifizierter Frontschuerze und LED-Tagfahrlicht. Technisch blieb die Plattform ueber die Jahre konstant, sodass Ersatzteile und Reparaturablaeufe modelluebergreifend gleich sind. Die Produktion endete 2024, womit der Gebrauchtmarkt inzwischen die gesamte Modellspanne abdeckt.

Antrieb und Motorenpalette

Unter der Haube arbeitet durchgehend der Dreizylinder-Saugmotor 3A92 mit 1,2 Litern Hubraum und rund 78 PS sowie etwa 100 Nm Drehmoment. Die Kraft geht ausschliesslich an die Vorderachse. In den USA dominiert die stufenlose Automatik (CVT), die auf Verbrauch statt Temperament ausgelegt ist; ein Fuenfgang-Schaltgetriebe war seltener und meist an die Basisausstattung gebunden. Der Motor ist bewusst einfach gehalten: Steuerkette statt Zahnriemen, geringe thermische Belastung und niedriger Verbrauch von real oft unter 6 Litern. Wer im US-Bestand sucht, findet fast durchweg die CVT-Variante.

Welche Ausstattung sich lohnt

In Nordamerika gliederte sich der G4 grob in die Linien ES und SE, spaeter ergaenzt um GT und LE-Sondermodelle. Bereits die Einstiegsversion bringt Klimaanlage, elektrische Fensterheber und einen Touchscreen mit Rueckfahrkamera mit; hoehere Linien ergaenzen Keyless-Zugang, Automatische Notbremse, Tempomat und Alufelgen. Karosserieseitig gibt es den G4 nur als viertuerige Limousine mit klassischem Kofferraum, im Gegensatz zum fuenftuerigen Mirage-Schraegheck.

Gebrauchtangebot in den USA

Der amerikanische Bestand ist gross und vergleichsweise jung, weil der Wagen haeufig als Zweit- oder Pendlerfahrzeug lief. Typisch sind Baujahre ab 2017 mit Laufleistungen zwischen 30.000 und 120.000 Meilen. Da der Mirage G4 selten hart bewegt wurde, sind Motoren und Getriebe meist unauffaellig; entscheidend ist eher der Pflegezustand von Innenraum und Bremsen. Fahrzeuge aus dem Sunbelt (Kalifornien, Arizona, Texas) sind oft rostfrei, was fuer den spaeteren TUEV von Vorteil ist.

Fuer wen sich der Import lohnt

Interessant ist der Import vor allem fuer preisbewusste Kaeufer, die einen jungen, unkomplizierten Alltagswagen mit US-Historie moechten, oder fuer Liebhaber, die eine in Europa selten angebotene Konfiguration suchen. Wegen der niedrigen Anschaffungsbasis muessen die Nebenkosten des Imports jedoch nuechtern gegengerechnet werden; der Reiz liegt eher in Zustand und Verfuegbarkeit als in einem Schnaeppchen.

Technische Daten im Überblick

KarosserieStufenheck-Limousine, 4 Tueren
Motor1,2 l Dreizylinder-Benziner (3A92)
Leistungca. 78 PS
Drehmomentca. 100 Nm
GetriebeCVT-Automatik, teils 5-Gang manuell
AntriebFrontantrieb
0-100 km/hca. 12-13 s
Hoechstgeschwindigkeitca. 175 km/h
Verbrauch (real)ca. 5-6 l/100 km
Tankinhaltca. 35 l
Laengeca. 4,25 m
Leergewichtca. 950-1.000 kg
Kofferraumca. 350 l
Sitzplaetze5

Zuverlässigkeit: bekannte Problemzonen

Der Mirage G4 gilt als robust, weil wenig verbaut ist, was ausfallen kann. Der Dreizylinder laeuft prinzipbedingt etwas rau, ist mechanisch aber langlebig. Aufmerksamkeit verdient die CVT: Sie haelt bei regelmaessigem Oelwechsel lange, reagiert aber empfindlich auf ueberzogene Wechselintervalle und Anhaengerbetrieb. Weiter berichten Halter gelegentlich von schwaechelnden Motorlagern, Klappergeraeuschen im Innenraum und einer eher einfachen Daemmung. Bremsen und Reifen sollten geprueft werden, da der geringe Fahrzeugpreis in den USA nicht immer zu konsequenter Wartung fuehrte.

USA- und EU-Ausführung im Vergleich

US-Modelle tragen gelbes bis bernsteinfarbenes Blinklicht in Front und Heck, teils in die Rueckleuchten integrierte rote Blinker sowie Seitenmarkierungsleuchten. Der Tacho ist auf Meilen skaliert. Fuer den deutschen Betrieb sind Blinkerfarbe, Nebelschlussleuchte und die Beleuchtungscharakteristik anzupassen. Die Grundtechnik ist mit dem europaeischen/asiatischen Attrage eng verwandt, was Ersatzteile erleichtert.

In sieben Schritten zum eigenen US-Import

Zuerst waehlen Sie ein konkretes Fahrzeug aus dem US-Angebot. Es folgt der VIN- und Ursprungscheck, um Historie und Herstellungsort zu klaeren. Die Zahlung laeuft ueber eine Treuhandabwicklung, danach organisieren wir den Seetransport in einen europaeischen Hafen. Nach Ankunft erfolgt die Verzollung, anschliessend die technische Pruefung mit Einzelabnahme (TUEV), die noetigen Umruestungen und zuletzt die Zulassung bei der Zulassungsstelle.

Zoll, Steuern und Kosten verstehen

Kurz gefasst: 0 % Einfuhrzoll gibt es nur bei nachweisbarem US-Ursprung (VIN/Werk) – die Einfuhrumsatzsteuer von 19 % fällt in jedem Fall an.

Der Einfuhrzoll richtet sich beim origin-neutralen Mirage G4 nach dem tatsaechlichen Herstellungsort, der ueber die VIN nachzuweisen ist. Der Mirage wurde ueberwiegend in Thailand gefertigt; ein US-Ursprung, der nach VO (EU) 2026/1455 und 2026/1461 seit dem 01.07.2026 bei nachweisbarem US-Bau und Direkttransport 0% Einfuhrzoll ermoeglicht, ist hier eher die Ausnahme. Unabhaengig vom Zollsatz faellt die Einfuhrumsatzsteuer von 19% immer an; sie wird getrennt vom Zoll berechnet. Hinzu kommen Nebenkosten wie Transport, Hafen- und Abwicklungsgebuehren sowie TUEV. Wir arbeiten als Vermittler ohne Fahrzeugmarge.

TÜV und Zulassung in Deutschland

Fuer die Einzelabnahme sind vor allem die Beleuchtung (europaeische Blinkerfarbe, Nebelschlussleuchte, ggf. Anpassung der Scheinwerfer) sowie eine Tachoanzeige in km/h relevant. Der Pruefer verlangt zudem Nachweise zu Abgas und Fahrzeugidentitaet. Sind die Punkte erledigt, stellt der TUEV das Gutachten aus, mit dem die Zulassung erfolgt.

Die Kauf-Checkliste

1. VIN pruefen und mit den Fahrzeugpapieren abgleichen. 2. Carfax- oder AutoCheck-Historie auf Unfaelle und Vorbesitzer sehen. 3. Titelstatus kontrollieren (Clean Title, kein Salvage). 4. CVT-Verhalten und Serviceintervalle abfragen. 5. Unterboden und Radhaeuser auf Rost pruefen (Nordstaaten meiden). 6. Bremsen, Reifen und Klimaanlage checken. 7. Vollstaendigkeit von Wartungsbelegen.

Fragen und Antworten

Ist der Mirage G4 ein Neuwagen?

Nein. Wir vermitteln ausschliesslich gebrauchte Fahrzeuge aus dem US-Bestand.

Faellt beim Mirage G4 Einfuhrzoll an?

Das haengt vom nachgewiesenen Herstellungsort ab. Bei US-Bau kann der Zoll unter den genannten EU-Voraussetzungen 0% betragen; bei Fertigung ausserhalb der USA gilt der jeweilige Satz. Ein Nullzoll wird nie garantiert.

Wird die Einfuhrumsatzsteuer immer faellig?

Ja, die 19% Einfuhrumsatzsteuer fallen unabhaengig vom Zoll grundsaetzlich an.

Wie sparsam ist der Wagen wirklich?

Im Alltag sind rund 5 bis 6 Liter je 100 km realistisch, abhaengig von Fahrweise und Anteil Stadtverkehr.

Ist die CVT zuverlaessig?

Bei regelmaessigem Getriebeoelwechsel und ohne Anhaengerbetrieb gilt sie als haltbar.

Bekomme ich Ersatzteile in Europa?

Ja, wegen der Verwandtschaft zum Attrage sind viele Verschleissteile gut verfuegbar.

Wie lange dauert der Import?

Je nach Verschiffung und Terminlage sind mehrere Wochen bis wenige Monate ueblich.

Weitere Informationen finden Sie unter Mitsubishi im Carhub. Verwandte Modelle sind der Mitsubishi Mirage und der Mitsubishi Lancer. Sehen Sie sich auch die aktuellen Mirage G4 Angebote an.